Geht es euch so? Gedanklich sind wir noch ganz am Beginn der 38. KW Berg-Cup Saison, doch der Blick in den Kalender lehrt, dass im Eichsfeld mit dem „28. Int. ADAC Ibergrennen“ bereits der sechste von dreizehn geplanten Gipfelsprints in Szene gehen wird. Das heißt, wir sind unmittelbar vor Halbzeit. Für NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup geht damit ein heißer Zwischenspurt zu Ende. Bestehend aus den Events Hemberg in der Schweiz, Glasbach und Iberg, mit jeweils nur einer Woche dazwischen. Drei Wochen sind es dann bis Homburg, anschließend liegt der Turnus bei zwei bis drei Wochen Pause. Die Ausnahme von der Regel folgt ganz am Ende. Zwischen Esthofen - St. Agatha und dem Finale in Mickhausen liegt wieder nur eine Woche. Was aus geographischen Gründen – so wie bei Glasbach und Iberg – nicht ganz so schlecht sein dürfte. Nämlich genau dann, wenn die Zeit dazwischen mit wenig Transport-Kilometern und etwas Urlaub verbunden werden kann.

Der Iberg ist nach einer kurzen, durch Baumaßnahmen bedingten, Auszeit wieder zurück. Darüber freuen wir uns aus vielen Gründen. Zu denen gehört das direkt in der Stadt liegende, zentrale Fahrerlager mit seinen Einkaufs- und Gastro-Angeboten ebenso wie der fürs Racing benutzte, 2,050 Kilometer lange Abschnitt der von Heilbad Heiligenstadt nach Kalteneber führenden L2023. Der zunächst mit steilem Start geradeaus geht, um sich dann alsbald selektiv und tricky zu präsentieren. Für Samstag und Sonntag sind jeweils vier Läufe angesetzt, mit den Beginnzeiten 8:45 und 9:00 Uhr. Schon 30 Minuten nach Ende der letzten Rückführung werden die Erfolgreichen des Ibergrennens im Fahrerlagerbereich geehrt.

Um Pokale und Preise bewerben sich knapp 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 31 davon im Rahmen einer Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP), die anderen fighten um die schnellsten Zeiten. 65 davon machen das in Tourenwagen der Division 1. Mit neun Ausnahmen gehören sie alle zum NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup, der seit diesem Jahr dual läuft. Mit einer Division Klassik für verbesserte, vor 2000 gebaute Tourenwagen und – neu – der Division Performancefactor. Für den Event in Heilbad Heiligenstadt lautet die Aufteilung 27 Klassiker und 19 Performer plus stolze zehn luftgekühlte Heckmotorrenner im NSU-Bergpokal. Auch die Klassik-1400er glänzen übrigens mit einer zweistelligen Zahl von 13 Fahrzeugen.

Ein Besuch in Heilbad Heiligenstadt wird sich also auf jeden Fall lohnen, wir freuen uns sehr über alle, die zum Iberg kommen. Weitergeben möchten wir hier noch eine große Bitte des Veranstalters MC Heilbad Heiligenstadt. Das ist die Bitte um Disziplin. Diese betrifft Teilnehmer, deren Begleiter und Schrauber ebenso wie die Besucher, die übrigens im Stadtfahrerlager besonders leicht Kontakt zum illustren Rennvölkchen aufnehmen können. Letztlich ist die erbetene Disziplin ein wichtiger Baustein für den Fortbestand des Ibergrennens. Und den wollen wir als Liebhaber des Bergrennsports doch ganz bestimmt sichern.

Uli Kohl, 17.06.2026