Das Großherzogtum hat nach Eschdorf eingeladen. Dort geht es natürlich um Zähler zu den eigenen Championaten, dazu gesellen sich die Belgische und die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft mit ihren zwei Divisionen für Touren- und Sportwagen, der KW Berg-Cup und der NSU-Bergpokal. 140 Nennungen umfasst das Gesamtfeld, in dem sich auch zehn auf Gleichmäßigkeit fahrende Teilnehmer befinden.
1,850 Kilometer ist die Rennstrecke lang. Ihre von acht bis zehn Meter variierende Breite entspricht in der Bergszene eher einer Autobahn. Die Linienwahl macht das allerdings nicht einfacher. Der Charakter ist überwiegend flüssig und schnell. Nur gleich nach dem Start ist es eng. In hohem Maße mitentscheidend über gute und weniger gute Zeiten ist die für Zuschauer perfekt einzusehende letzte Links, aus der nochmals kurz, aber vehement, Richtung Ziel beschleunigt wird. Sofort danach muss echt hart gebremst werden, um beim Eintauchen in die Ortschaft die aus Strohballen gebildete Schikane unberührt zu lassen.
Die Besonderheit in Eschdorf ist das oberhalb des Ziels liegende Fahrerlager. Das bedeutet, die Fahrzeuge werden in Gruppen zum Start hinunter geführt, wenden dort und sprinten anschließend nach oben. Pro Tag stehen drei Läufe auf dem Programm. Der Samstag dient dem Training, der Sonntag ist Raceday. Die Luxemburger Aktiven absolvieren beim European Hill Race einen Königssprint – für sie zählt nur der beste Lauf. So wird es auch in der reinen Tageswertung praktiziert. Die Teilnehmer aller anderen Serien und Meisterschaften bringen ihre zwei schnellsten Zeiten in die Wertung ein. Diese Addition ist dann auch die Grundlage für die Punktevergabe.
Die Abnahme beginnt schon am Freitagvormittag. Das Zeittraining geht ab 9:15 Uhr in Szene, die Race-Heats starten sonntags um 8:30 Uhr. Wie wäre es denn mit einem Besuch des Events der Union des Pilotes Luxembourg? Der Veranstalter und wir vom Berg-Cup e.V. würden uns sehr darüber freuen.
Uli Kohl, 30.04.2026
