Es ist ein dreifacher Auftakt: Zur 38. KW Berg-Saison, zum 25-Jahre-Jubiläum des NSU-Bergpokals und zur Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM). Bei der es aber einen geteilten Beginn gibt. Da das für den Bergpreis genutzte, 3,033 Kilometer lange Teilstück des legendären Schottenrings im hessischen Vogelsbergkreis zurzeit für die Tourenwagen der Division 1 zugeschnitten ist, muss die Division 2 noch eine Woche mehr, bis zum European Hill Race in Luxemburg, mit dem Sammeln von Punkten warten. Ein Ungleichgewicht entsteht dadurch nicht. Denn am Ende der Saison 2026 wird es zwei Deutsche Meister geben: Einmal den der Tourenwagen und den der Sportwagen.

Das Fahrerlager wird wieder in Rudingshain aufgeschlagen. 122 Nennungen sind beim MSC Rund um Schotten eingegangen. Diese splitten sich auf in 67 Renn- und rund 55 GLP-Teilnehmer. Von den auf Bestzeit fahrenden Aktiven gehören 55 zum Berg-Cup e.V., sind in den KW Berg-Cup oder NSU-Bergpokal eingeschrieben. Seit langer Zeit sind auch die luftgekühlten, einst in Neckarsulm gebauten Heckmotor-Renner wieder DBM-Punkteberechtigt. Das sorgt für zusätzliche Motivation und Spannung, hat zehn NSU-Fahrzeuge zum Bergpreis Schottenring gelockt. Auf eine Piste, die ab Ortsende Rudingshain verschiedenste Anforderungen stellt. Zunächst schnell und technisch führen zwei Kehren zu ultraschnellen Kombinationen. Nach einer Geraden gilt es punktgenau anzubremsen für den Linksabzweig in die schmale, rallyeähnliche Querspange. Dann nochmals linksherum, auf eine breite Straße, die zum Ziel führt, wo in der Regel Topspeed anliegt.

Lasst uns noch schnell auf zwei Schotten-Spezialitäten eingehen: Da ist zum einen die genial kurze Rückführung. Näher betrachtet, kommt die Topografie einem Dreieck ziemlich nahe. Zerlegt in Drittel dienen zwei davon als Rennstrecke und eins der Rückfahrt oder Rückrollen ins Fahrerlager. Zum anderen tritt die Mannschaft des MSC Rund um Schotten schon am Freitag ihren Dienst an, bietet ab 12:30 Uhr die Möglichkeit zu Test- und Einstellfahrten, wofür sich die Aktiven in der Regel dankbar zeigen. In Form einer regen Beteiligung, verständlich nach der langen Winterpause. Kurz noch zum Zeitplan. Das Training beginnt am Samstag um 09:15 Uhr. Es stehen vier, und, wenn es gut läuft, optional sogar fünf Durchgänge auf dem Programm. Am Sonntag geht es 15 Minuten eher los. Die vier Race-Heats dauern gemäß Zeitplan bis etwa 17 Uhr. Von den vier Race-Heats fließen die drei besten Auffahrten ins Ergebnis ein. Hier noch ein kleiner Hinweis für Weitanreisende: Den Anfang machen an beiden Tagen die GLP-Teilnehmer, das Rennfeld startet jeweils rund eine Stunde später durch.

In diesem finden sich jetzt auch wieder Hubraumklassen für vor dem Jahr 2000 gebaute Autos. 21 Teilnehmer nutzen die Chance der Rückkehr in die traditionelle, Klassik genannte Unterteilung. Mit Spannung darf darauf gewartet werden, wie sich der Trend dazu im Laufe der nächsten Jahre fortsetzt. Ebenso gespannt warten wir auf die ersten Rennresultate und Meisterschaftsstände im NSU-Bergpokal, KW Berg-Cup und der DBM. Am besten ihr verfolgt den Auftakt live vor Ort. Der MSC Rund um Schotten und wir vom Berg-Cup e.V. freuen uns auf euch!

Uli Kohl, 20.04.2026

 





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